Immunschwäche

Allgemein:
Erkältungerkrankungen sind normale Infektionen, die bei Erwachsenen bis zu 5 Mal und bei Kindern sogar bis zu 8 Mal im Laufe eines Jahres auftreten können. Die höhere Infektanfälligkeit bei Kleinkindern lässt sich durch ein noch nicht vollständig ausgebildetes Immunsystem erklären. Ebenso fördert der Kontakt mit vielen Menschen (z.B. in der Schule, im Kindergarten, Arbeitsplatz) Infektionskrankheiten, da das Immunsystem im Laufe des Tages mit vielen Infektionserregern konfrontiert wird. Stress, Fehlernährung (Mineralstoff- und Vitaminmangel), Rauchen und Schlafmangel fördern ebenfalls die Ausbreitung einer Erkältung.
Mittlerweile wird Stress als Auslöser für viele Erkrankungen gesehen. Mechanistisch lässt sich dies dadurch begründen, dass Überarbeitung, seelischer und physischer Stress die sogenannte Stressachse des Körpers aktiviert, wobei Cortisol (Hydrocortison) gebildet wird. Cortisol wiederum versetzt den Körper in Alarmbereitschaft, hemmt die Immunabwehr, erhöht sowohl den Blutdruck als auch den Blutzucker und unterdrückt die Osteoprotegerin-Bildung, wodurch Osteoporose begünstigt wird. 
Entgegen häufiger Annahmen, sind schwerwiegende Immundefizite äußerst selten.
Zum Schutz von Kleinkindern und Personen mit schwerwiegenden Immunerkrankungen wurden u.a.  Impfungen eingeführt, die dazu dienen sollen eine sogenannte Herdenimmunität zu erschaffen, um die Infektionsketten zu unterbrechen, sodass Schwerstkranke vor Infektionen geschützt werden. Impfungen haben somit einen sozialen Charakter.
Zur Reduktion der Infektanfälligkeit kann eine Stärkung  des Immunsystems und Reduktion des Stresslevels sinnvoll sein.
Symptome:
Erkältung, Fieber, Blasenentzündung, Herpes 
​Wann zum Arzt?
Bei häufig auftretenden Beschwerden z.B. Herpes, Erkältungen, Blasenentzündungen (> 4 Mal pro Jahr) sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn ungewöhnliche Symptome (starke Schmerzen, blutiger oder brauner Auswurf, Hämatome ohne Krafteinwirkung) auftreten, ist ebenfalls ein Arzt zu kontaktieren.
Therapie:
Der Therapieansatz besteht in einer Stärkung des Immunsystems.
1. ß-Glucane:  Beta-Glucane sind komplexe Kohlenhydrate, die in der Zellwand von Hefen oder auch Getreidesorten (z.B. Hafer)  und  in einigen Bakterien vorkommen. Sie stimulieren nachweislich das Immunsystem und beugen Erkältungserkrankungen effektiv vor. Zudem erniedrigen sie ebenfalls den Gesamtcholesterinspiegel. Aktuell gibt es einige Studien, die einen präventiven Effekt der ß-Glucane auf Krebszellen erforschen
Präparate:
2. Zink: Ein Zinkmangel führt zu einem geschwächten Immunsystem. Zink wirkt antiviral und wundheilungsfördernd. Durch frühzeitige Einnahme eines Zinkpräparates kann der Verlauf einer Erkältung positiv beeinflusst werden. Aktuelle Studien konnten belegen, dass eine Hochdosis-Zinkeinnahme (75 mg/Tag) die Erkältung effektiv beseitigt. Eine solch hohe Zinkeinnahme wird bislang allerdings noch nicht empfohlen. 
Präparate:
3. Meerettichwurzel und Kapuzinerkresse: Die Senfölglykoside dieser Pflanzenteile sind u.a. antibiotisch wirksam, bekämpfen allerdings auch Viren, weshalb sie ausgezeichnet für die Therapie der Erkältung geeignet sind. Aktuelle Studien belegen den Effekt und bescheinigen eine Reduktion der Krankheitsdauer um ca. 2 Tage. Patienten, die
Vitamin K-Antagonisten (z.B. Marcumar) einnehmen, sollten dieses Arzneimittel meiden.
Präparate:
4. Pelargonium sidoides:  Eine aktuelle Metaanalyse bestehender Daten belegt die Wirksamkeit der Pelargonium-Wurzel. Bei rechtzeitiger Einnahme (Krankheitsbeginn) kann die Krankheitsdauer um 2 Tage verkürzt werden 
Präparate:
5.  Pflanzliche Immunstimulanzien: Echinacea, Eleutherokokkenwurzel und Thuja-Kraut werden zur Immunstärkung und Vorbeugung einer Erkältung eingesetzt. Die Wirksamkeit konnte bislang nicht belegt werden. Patienten mit Autoimmunerkrankungen, Leukämie oder Tuberkulose  sollten diese Präparate nicht einnehmen.
Präparate:
6. Vitamin C: Ascorbinsäure (Vitamin C) hat antioxidative Eigenschaften. Die tägliche Aufnahme sollte ca. 100 mg betragen. Vitamin C soll den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, allerdings konnte dies nur bei Kindern in einer Hochdosistherapie belegt werden.
Präparate:
Zusatzhinweise:
Ausgetrocknete Schleimhäute können ihre Abwehrfunktion nicht mehr ordnungsgemäß wahrnehmen, weshalb evtl. die Befeuchtung der Raumluft oder regelmäßige Inhalationen unterstützend durchgeführt werden können. Gezielte Hygienemaßnahmen treffen, um eine Ansteckung zu verhindern (Desinfektionsmittel für Hände). Ausreichende Ruhephasen (Stress vermeiden), regelmäßiger Schlaf und Ausdauertraining in Verbindung mit einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung können wie eine Kur für das Immunsystem sein. Die Ergänzung durch hochdosierte Vitaminpräparate z.B (                           ) ist bei einer gesunden Ernährung meist unnötig. Regelmäßige Saunagänge und wechselwarme Duschbäder können das Immunsystem stimulieren. Die gängigen Impfungen sollten durchgeführt werden, um sich und sehr kranke Personen bzw. Kleinkinder, die noch nicht geimpft werden können, vor vermeidbaren Infektionen zu schützen. 
Bei gestörtem Darmimmunsystem können probiotische Kulturen (z.B.                        oder                ) zur Sanierung der Darmflora und damit verbundenen Steigerung der Immunabwehr eingesetzt werden. Dies kann v.a. nach einer Antibiotikatherapie äußerst sinnvoll sein. Das Darm-Mikrobiom ist seit einiger Zeit stärker in den Fokus der Forschung gerückt, wobei sich höchstwahrscheinlich in Zukunft überraschenden Therapieoptionen ergeben werden. 
Wer morgens kalt duscht wird durchschnittlich seltener krank (Quelle)
Als homöopathische Therapieoptionen eignen sich                                  oder                   .

© 2018  by Pharmoos

 

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