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Blasenentzündung

Symptome: 
Vermehrter Harndrang (Pollakisurie) in Verbindung mit brennendem bzw. stechendem Schmerz beim Wasserlassen (Dysurie).
 
 
 
 
Wann zum Arzt ?:
Beim erstmaligen Auftreten des Beschwerdebildes wird der Arztbesuch empfohlen. Wenn die Beschwerden länger als 5 Tage anhalten oder von Fieber (über 39°C) bzw. starken, krampfartigen Schmerzen begleitet werden, ist der Arztbesuch erforderlich. Auch häufig rezidivierende (wiederauftretende) Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden. Treten diese Beschwerden bei Männern, Diabetikern bzw. Schwangeren auf, ist der Besuch des Arztes angebracht. Zeigt sich Blut im Urin sollte auch dies im Gang zum Arzt münden.
 
 
Therapie: 
1. Harndesinfizientia: Diese Präparate werden über die Niere ausgeschieden und reichern sich in der Blase bzw. dem Harn an. Dort entfalten sie ihre leicht desinfizierende Wirkung und hindern die Bakterien am Wachstum. Mit Ausnahme der Bärentraubenblätter ist die Wirkung der anderen pflanzlichen Harndesinfizientia vom pH-Wert des Harns abhängig. Bei Schwangeren bzw. Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit sollten diese Präparate nicht in der Selbstmedikation eingenommen werden.
Präparate:                       dieses Präparat sollte nicht länger als 1 Woche und nicht häufiger als 5 Mal im Jahr angewendet werden.
 
2. Pflanzliche Antibiotika: Die Senfölglykoside der Meerrettichwurzel und der Kapuzinerkresse wirken im Harn bzw. den oberen Atemwegen antibiotisch. Daher kann ein Kombinationspräparat dieser Inhaltsstoffe sowohl für Erkrankungen der oberen Atemwege, als auch der Harnwege eingenommen werden.
Präparate:                                      Patienten, die Marcumar nehmen sollten die Einnahme vermeiden.
 
3. Aquaretika: Jene Präparate dienen zum Durchspülen der Blase und sollen durch gesteigerte Harnabgabe das Ausscheiden der Bakterien fördern. Patienten, die unter einer Herz- bzw. Niereninsuffizienz leiden, sollten diese Arzneimittel meiden.
Präparate:
 
4. Spasmolytika: Bei krampfartigen Beschwerden kommen diese krampflösenden Arzneimittel zum Einsatz. Patienten mit Herzrhythmusstörungen, Grünem Star oder Blasenentleerungsstörungen bzw. Kindern unter 12 Jahren wird die Einnahme dieser Medikamente nicht empfohlen.
Präparate:
 
 
 
Zusatzhinweise:
Wärme lindert die Beschwerden v.a. krampfartige Symptome lassen sich durch eine Wärmebehandlung reduzieren. Dementsprechend ist eine Unterkühlung des Körpers v.a. der Nierenregion zu vermeiden. Eine ausreichende Trinkmenge von über 2 Litern pro Tag mit regelmäßiger Blasenentleerung ist ratsam. Die Abwischrichtung nach dem Stuhlgang sollte keinesfalls in Richtung der Scheide erfolgen, da dadurch E.coli Bakterien zur Scheide transportiert werden. 
Treten die Beschwerden häufiger auf, so kann man mit Cranberrypräparaten, Preiselbeersaft oder Aciol® gut vorbeugen.
Die Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung, Sport  und ggf. Saunabesuche trägt auch zur Vorbeugung bei.
 
 
Präparate: 
 
Wer eine homöopathische Behandlung vorzieht, kann einen Therapieversuch mit                                     oder
starten.
 
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Allgemein: 
Blasenentzündungen werden vornehmlich durch Bakterien (in der Regel E. coli) verursacht, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen.
Da die Harnröhre der Frau deutlich kürzer als die des Mannes ist, sind Frauen  häufiger von Blasenentzündungen betroffen. Auslösende Faktoren der Blasenentzündung können Schmierinfektionen, Geschlechtsverkehr, Unterkühlung, Erkältung und falsche Toilettenhygiene sein. 
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