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Fettstoffwechselstörung

Symptome: 
Die Erkrankung verläuft überwiegend symptomlos und wird meistens erst durch erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin, HDL, LDL, VLDL und Triglyceride) bemerkt.
Wann zum Arzt?
Während sich leicht erhöhte Blutfettwerte durch eine Ernährungsumstellung und Erhöhung der körperlichen Aktivität reduzieren lassen, bedürfen deutlich erhöhte Blutfettwerte (>10 mg/dL) dringend einer ärztlichen Abklärung um einer atherosklerotischen Gefäßveränderung vorzubeugen.
Therapie:
Grundsätzlich ist anzumerken, dass sich folgende Präparate lediglich für die Therapie von leicht erhöhten Blutfettwerten bzw. zur Unterstützung der ärztlich verschriebenen Medikamente eignen.
1. Artischockenextrakt: Die Inhaltsstoffe der Artischocke fördern den Gallenfluss, unterstützen die Fettverdauung und wirken zudem noch antioxidativ, ohne dabei die Resorption (Aufnahme) anderer Stoffe zu beeinträchtigen
Präparate:
2. Knoblauchpräparate: Die Senfölglykoside des Knoblauchs  wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Zudem haben sie blutdrucksenkende, antibakterielle bzw. antivirale Effekte. Auch eine antioxidative Wirkung wird dem Knoblauch nachgesagt. 
Präparate:
3. Adsorbenzien: Hierbei handelt es sich um nicht resorbierbare Quellmittel, die die Aufnahme anderer Nährstoffe verzögern und z.T. auch verhindern. Die Nahrungsfette werden dadurch nicht komplett aufgenommen, wodurch es zu einer leichten Reduktion der Blutfettwerte kommt. Leider werden dabei jedoch auch Vitamine und Arzneistoffe vermindert aufgenommen. Daher sollten diese Präparate mit Bedacht eingenommen werden.
Präparate:
4. Essentielle Phospholipide: Diese Präparate werden unterstützend bei erhöhtem Triglyceridspiegel eingesetzt werden. Ist jedoch der Cholesterinwert erhöht, sollte auf die Anwendung verzichtet werden. Das fette Öl von Hochseefischen, welches reich an Omega-3-Fettsäuren ist, führt zu einer mäßigen Senkung des Triglyceridspiegels.
Präparate:
Zusatzhinweise:
Eine deutliche Reduktion der Blutfettwerte ist durch sportliche Aktivität möglich. Der Triglyceridspiegel lässt sich z.B durch 4 Stunden sportlicher Aktivität pro Woche  um 30-50 % senken. Auch durch eine Ernährungsumstellung lassen sich die Blutfettwerte zusätzlich um ca. 10 % senken. Dementsprechend sollte eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch genommen werden. Wenn dies nicht möglich ist, sollte man zumindest einige wenige Aspekte beachten. Tierische Fette sind zu vermeiden und eher durch vermehrte Aufnahme pflanzlicher Fette zu ersetzen. Durch gesteigerte Aufnahme von Ballaststoffen (Obst, Gemüse,Flohsamenschalen,Leinsamen etc.) lassen sich die Blutfettwerte zum Positiven verändern. Der Alkohol- und Tabakkonsum ist zu vermeiden, um die Entwicklung der Atherosklerose bzw. einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) vorzubeugen.
Allgemein:  
Fettstoffwechselstörungen zeichnen sich durch eine Erhöhung der Cholesterin- bzw. Triglyceridwerte aus. Dabei können sowohl vererbte Störungen als auch ungesunde Lebensgewohnheiten ursächlich für die Erkrankung sein. Die erhöhten Körperfettwerte sind meist das Resultat einer zu fettreichen Ernährung und treten häufig im Zusammenhang mit weiteren Zivilisationserkrankungen wie Diabetes oder Übergewicht auf. Als Normwerte, für sonst körperlich gesunde Menschen, gelten: Gesamtcholesterol < 200 mg/dL, HDL ("gutes Cholesterin") > 40 mg/dL, LDL ("schlechtes Cholesterin") <150 mg/dL und Triglyceride < 150 mg/dL.
Wenn zudem noch weitere Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden vorliegen, reduziert sich der Grenzwert des LDL entsprechend auf bis zu < 100 mg/dL.
Entscheidend ist zunehmend das Verhältnis von HDL zu LDL. 
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Ein dauerhaft erhöhter Cholesterinspiegel führt zu Atherosklerose. Überschüssiges LDL-Cholesterol lagert sich in den Gefäßen ab, wird oxidiert und von Zellen des Immunsystems aufgenommen. Diese Zellen werden dadurch inaktiv und wandeln sich in sogenannte Schaumzellen um, die dauerhaft an den Gefäßwänden haften bleiben.  Dadurch nimmt der Durchmesser der Gefäße zunehmend ab und das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt steigt. Das HDL-Cholesterol hat hingegen eine Art Reinigungsfunktion und entfernt überschüssiges LDL-Cholesterol aus den Gefäßen.
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