Blasenschwäche

 
 
Symptome: 
Belastungsinkontinenz: unwillkürlicher Harnabgang unter Belastung (Treppensteigen, Husten, Niesen, Sport etc.)
Dranginkontinenz: starker Harndrang mit unwillkürlichem Harnabgang
 
 
 
Wann zum Arzt ?: 
Bei erstmalig auftretender Symptomatik oder schmerzhaftem Harnabgang ist der Gang zum Arzt nötig. Bei anhaltenden Beschwerden, die sich unter der Selbstmedikation nicht bessern, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Die Überlaufinkontinenz, welche sich durch eine fortdauernde Harnabgabe als Folge einer Abflussbehinderung oder eingeschränkter Blasenfunktion äußert, ist zwingend ärztlich abzuklären. Wenn die willkürliche Harnabgabe nicht oder nur unter starker Belastung der Blase möglich ist, deutet auch dies auf eine nötige, ärztliche Abklärung hin.
 
 
 
Therapie: 
1. Pflanzliche Spasmolytika: Diese Präparate stärken die Aktivität der Blase und reduzieren den belastenden Harndrang. Sie können u.a. auch sehr gut für die Symptomatik der Reizblase und unterstützend bei einer gutartige Prostatavergrößerung eingesetzt werden.
Präparate:
 
2. Spasmolytika: Bei krampfartigen Beschwerden oder einer Überaktivität der Blasenmuskulatur kommen  diese krampflösenden Arzneimittel zum Einsatz. Sie dienen vornehmlich der Behandlung der Dranginkontinenz. Patienten mit Herzrhythmusstörungen, Grünem Star oder Blasenentleerungsstörungen bzw. Kindern unter 12 Jahren wird die Einnahme dieser Medikamente nicht empfohlen.
Präparate:
 
3. Pflanzliche Sedativa: Viele Formen der Inkontinenz werden durch Stressfaktoren bzw. psychische und emotionale Belastungssituationen ausgelöst. Die Pflanzlichen Sedativa verschieben dieses Ungleichgewicht zugunsten des seelischen Gleichgewichts und reduzieren dadurch stressbedingte Formen der Blasenschwäche.
Präparate:
 
 
 
 
Zusatzhinweise:
Zur Behandlung der Belastungsinkontinenz sollte eine Gewichtsnormalisierung angestrebt werden. Zudem trägt ein regelmäßiges Training der Beckenbodenmuskulatur zur Besserung der Symptomatik bei. Übergangsweise können Inkontinenzvorlagen genutzt werden.
Jene Therapieoptionen gelten auch für die Therapie der Dranginkontinenz. Zusätzlich sollte eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine regelmäßige Entleerung der Blase erfolgen, um die Inkontinenz zu minimieren und eine bakterielle Besiedlung zu vermeiden.
Allgemein: 
Für die  Selbstmedikation sind 2 Arten der Blasenschwäche (Inkontinenz) relevant.  Darunter zählen die Belastungsinkontinenz und die Dranginkontinenz. Bei der Belastungsinkontinenz kommt es aufgrund einer schwachen Beckenbodenmuskulatur zu einem unwillkürlichen Harnabgang unter Belastung (Treppensteigen, anheben schwerer Gegenstände). Gründe für die schwach ausgeprägte Beckenbodenmuskulatur können Schwangerschaften, Operationen im Bauchraum oder ein Estrogenmangel als Folge der Wechseljahre sein.
Bei der Dranginkontinenz kommt es zu einem starken Harndrang mit ebenfalls unwillkürlichem Harnverlust. Diese Form der Inkontinenz resultiert aus einer Überaktivität der Blasenmuskulatur, infolge einer Infektion, Blasensteinen oder seltener als Folge anderer Erkrankungen wie M.Alzheimer, Multipler Sklerose, M.Parkinson etc..  Die Reizblase stellt eine mildere Form der Dranginkontinenz dar, bei der es zwar ebenfalls zu einer Überaktivität der Blasenmuskulatur, allerdings nicht zum unwillkürlchen  Harnabgang kommt.
Blasenschwäche, Inkontinenz, Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz