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Depressive Verstimmungen

 
 
Symptome:  
nervöse Unruhezustände, Gedankenkreisen, Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung,
körperliche Symptome: Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen etc.
 
Wann zum Arzt ?: 
Bei plötzlich auftretenden, aber auch chronischen  Beschwerden, die keine plausible Ursachen haben oder Suizidgedanken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn sich die Beschwerden trotz Selbstmedikation nicht bessern, bedürfen sie ebenfalls der ärztlichen Abklärung. Einige Medikamente wie z.B. Präparate gegen Bluthochdruck (u.a. Beta-Blocker) oder kortisonhaltige Tabletten/Injektionen können derartige Symptome auslösen. Daher lohnt sich im Zweifel immer der Gang zum Apotheker oder Arzt.
 
Therapie: 
1. Johanniskraut: Das Hypericin, welches im Johanniskrautextrakt enthalten ist, entfaltet über eine Aufnahmehemmung von neuronalen Botenstoffen, wie Noradrenalin, Dopamin und Serotonin, antidepressive und angstlösende Effekte. Die volle Wirksamkeit wird nach ca. 2-4 Wochen erreicht, sodass eine durchgängige Einnahme bei einer Dosierung von 750 - 900 mg Trockenextrakt zwingend notwendig ist. 
Hellhäutige Patienten sollten während des Einnahmezeitraums übermäßige Sonneneinstrahlung meiden.
Johanniskraut kann die Wirkung von oralen Antikoagulanzien ("Blutverdünnern" wie Marcumar, Eliquis, Xarelto etc.) und hormonellen Verhütungsmitteln reduzieren. Hingegen kann die Wirkung anderer Antidepressiva, unter der Einnahme von Jonnaniskrautpräparaten, verstärkt werden.
Präparate:
 
2. Baldrian: Baldrian hat eine beruhigende Wirkung und kann bei Unruhe- und Stresszuständen eingenommen werden. Die maximale Wirkung wird nach 2-4 Wochen erreicht, weshalb auch hier eine durchgängige Einnahme von 200-500 mg Trockenextrakt täglich nötig ist.
Präparate:
 
3. Rosenwurz: Bei stressbedingter Erschöpfungssymptomatik können Rosenwurzpräparate Abhilfe schaffen. Diese senken nachweislich den Cortisolgehalt (Stresshormon) im Blut und tragen zur psychischen Entlastung bei. Dadurch steigt die Stresstoleranz und es entsteht eine gesunde Gelassenheit. Da die Rosenwurz nicht müde macht, können diese Präparate sehr gut in stressigen Lernphasen eingesetzt werden.
Präparate:
 
4. Lavendel: Der Lavendel bzw. das, im ätherischen Öl enthaltene, Linalylacetat wirkt beruhigend und hat zudem angstlösende Eigenschaften. Daher kann es stressbedingten Unruhe- bzw. Angstzuständen und Schlafproblemen eingesetzt werden.
Präparate:
 
Anmerkung: Bei den genannten Wirkstoffen handelt es sich um pflanzliche Stoffe, deren voller Wirkeffekt frühestens nach 2 Wochen einsetzt. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass diese Wirkstoffe nicht abhängig machen.
 
 
Zusatzhinweise: 
Die Erörterung der Ursachen unter ärztlicher oder psychologischer Fachaufsicht ist wichtiger als die Arzneitherapie, die nur zur Unterstützung der Therapie dient.
Entspannungstechniken wie z.B. autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können das persönliche Befinden deutlich verbessern.
Das Pflegen sozialer Kontakte und die sinnvolle Strukturierung des Alltags sind wichtige Elemente um die Genesung zu unterstützen. Zudem wirken sich sportliche Aktivitäten und Sonnenlicht positiv auf die Gemütslage aus.
 
                                
Als Homöopatische Therapiealternative gelten bei:
Unruhe, Stimmungschwankungen:                                                  Nervenbündel, Erschöpfung:
 
ängstlicher Typus:                                                                            Burnout:
Unruhe, Sorge um Gesundheit, Erschhöpfung:
Allgemein: 
Depressive Verstimmungen zeichnen sich durch  krankhafte Veränderungen der Stimmungslage aus. Auslöser können neben Stress und Überarbeitung, Trauer, Hormonschwankungen (Wechseljahre), ein gestörtes emotionales Umfeld, mangelnde soziale Kontakte und unbewältigte Konflikte sein. 
Depression, Depressive Verstimmung, Abgeschlagenheit, Gedankenkreisen, Verstimmtheit, Antriebslosigkeit
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