Prostatabeschwerden

Allgemein: 
Bei der Prostata (Vorsteherdrüse) handelt es sich um eine etwa kastaniengroße
Drüse unterhalb der Harnblase, die zudem einen Teil der Harnröhre umkleidet. 
Sie produziert ein Sekret, das die Beweglichkeit der Spermien fördert und für
den typischen Spermageruch verantwortlich ist. In diesem Sekret ist u.a.
das Prostata-spezifische Antigen (PSA) enthalten, welches der Krebsdiagnostik
dient. Prostatabeschwerden werden überwiegend durch eine gutartige
Vergrößerung der Prostata (Benigne Prostatahyperplasie-BPH) ausgelöst.
Mit dem Beginn des 30. Lebensjahres (Zahlen schwanken) setzen
Umbauprozesse im Drüseninneren ein, die das Gewebe nach außen verdrängen
und so zu einer Vergrößerung der Prostata führen. Dadurch wird zunehmend Druck auf dem ummantelten Teil der Harnröhre ausgeübt, wodurch es zu Funktionsstörungen beim Wasserlassen kommt. Die Ursachen der Erkrankung konnten bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden. Als sehr wahrscheinlich gilt ein hormoneller Einfluss (übermäßige Bildung von Dihydrotestosteron) und ein durch Entzündungen bedingter Umbauprozess. Störungen des Harnverhaltes können überdies durch eine Beeinträchtigung der Blasenmuskulatur ausgelöst werden.
Die BPH kann in drei Stadien eingeteilt werden.
I) Beeinträchtigung beim Wasserlassen, leichte Strahlabschwächung, ohne Restharn in der Blase
II) stärkere Beeinträchtigung, Restharn verbleibt in Blase
III) es verbleibt so viel Restharn in der Blase, dass die Kapazität der Blase überschritten werden kann. Die Folge können eine Überlaufblase (unwillkürlicher Harnabgang) oder ein Urinrückstau bis zu den Nieren sein.
Symptome: 
Häufiges Wasserlassen von kleinen Mengen (Pollakisurie), nächtliches Wasserlassen (Nykturie), erschwertes oder schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie),  Blasenentzündungen durch den Restharn in der Blase
Wann zum Arzt?
Wenn die Beschwerden zum ersten Mal auftreten, sollte dringend ein Urologe aufgesucht werden, um schwerwiegende Erkrankungen (z.B. Prostatakarzinom) auszuschließen. Darüber hinaus sollten bei chronischen Beschwerden regelmäßige Kontrollbesuche (halbjährlich) erfolgen.
Therapie:
In den Stadien I und II der BPH können pflanzliche Präparate Linderung verschaffen.
1. ß-Sitosterin, Brennnesselwurzel, Sabalfrüchte: Obwohl der Wirkmechanismus dieser pflanzlichen Präparate noch nicht aufgeklärt werden konnte, können mit ihnen die Symptome der BPH effektiv behandelt werden. Wahrscheinlich haben die enthaltenen Phytosterole einen positiven Einfluss auf das Krankheitsgeschehen. Darüber hinaus hat die Brennnessel einen antientzündlichen Effekt (NF-kB-Hemmung), der in diesem Zusammenhang womöglich ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern kann. 
Präparate:
2. Kürbissamen: Diese Präparate stärken die Aktivität der Blasenmuskulatur und reduzieren den belastenden Harndrang. Sie können u.a. auch sehr gut für die Symptomatik der Reizblase eingesetzt werden.
Präparate:
3. Pollenextrakt: V.a. Roggenpollen senken den nächtlichen Harndrang, wirken leicht antientzündlich und reduzieren die Restharnbildung. Personen, die gegen Roggen allergisch sind, sollten auf eine Einnahme verzichten.
Präparate:
Zusatzhinweise: 
Es sollte auf ein ausreichende Trinkmenge geachtet werden (mindestens 2 Liter täglich, Ausnahme Patienten mit Herzinsuffizienz), sodass die Blase gut durchgespült werden kann. Wärme fördert die die Harnentleerung, während es bei Kälte zu Miktionsstörungen (Schwierigkeiten bei der Harnentleerung) kommen kann. Zur Vorbeugung eines Harnwegsinfektes kann die Ansäuerung des Harns (pH < 6) mit                 sinnvoll sein. Langes Stehen sollte vermieden werden. Hingegen wirkt sich regelmäßige Bewegung positiv auf die Symptomatik  aus.

© 2018  by Pharmoos

 

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