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Psoriasis

Allgemein: 
Bei der Psoriasis vulgares (Schuppenflechte) handelt es sich um eine entzündliche
Verhornungsstörung der Haut, die ca. 2-5% der Bevölkerung betrifft. Die Veranlagung 
der Erkrankung (nicht die Krankheit selbst) wird vererbt, wobei zum Ausbruch
jedoch zusätzliche Auslöser (z.B. übermäßiger Stress, Schwangerschaft, schwere
Erkrankungen) nötig sind. Generell wird Stress bei Erkrankungen der Haut häufig nicht
berücksichtigt, obwohl eine chronische Überlastung erhebliche Auswirkungen auf die
Gesundheit und das Hautbild haben kann.
Darüber hinaus können einige Medikamente (z.B. Betablocker v.a die Kombination
aus dem Gichtmittel Allopurinol und ACE-Hemmer, wie Ramipril) die Ausbildung einer 
Schuppenflechte fördern. Die Erkrankung resultiert aus einer Fehlregulation des Immun-
systems, wobei übermäßig schnell neue Hornzellen (Keratinozyten) gebildet werden, die 
für die entsprechende Schuppenbildung verantwortlich sind.  Der Verlauf der Erkrankung
kann sowohl schubweise als auch chronisch erfolgen. Im Sommer verbessert sich das Hautbild meist. Dies ist womöglich eine Folge der, im Sonnenlicht vorhandenen, UVB-Strahlung, die zu einer leichten Immunsuppression (Hemmung des Immunsystems) führt und die Überaktivität desgleichen regulieren kann.
Die Schuppenflechte ist von der Neurodermitis, welche kaum schuppt und eher eine allergische Erkrankung darstellt, abzugrenzen. 
Symptome:
scharf begrenzte, flächenartige Rötung (Plaques) der Haut mit silbrig-weißen Schuppen, häufig an den Knien, Ellenbogen, Händen, Füßen, der Stirn und Kopfhaut, Verkrüppelung der Nägel, oftmals Juckreiz
Wann zum Arzt?
Wenn die Beschwerden erstmalig oder besonders großflächig auftreten , sollte ein Arzt aufgesucht werden. Sollte sich durch die Selbstmedikation keine ausreichende Symptomreduktion erreichen lassen, ist ebenfalls ein Arzt aufzusuchen.
Therapie:
Der Therapieansatz besteht in der Pflege und Entschuppung der Haut.
1. Rückfettende Präparate: Trockene Hautareale werden vermehrt durch Juckreiz begleitet und neigen aufgrund der gestörten Hautstruktur zu Entzündungen.  Zur Pflege dieser Hautbereiche eignen sich rückfettende Salben, Cremes und Öle, die die Haut wieder rehydratisieren und die natürliche Hautbarriere in ihrer Funktion unterstützen. 
Präparate:
2. Harnstoff: Harnstoff unterstützt die Rehydrierung (Befeuchtung) der Haut. Entzündete Hautareale können durch Harnstoff unangenehm gereizt werden. 
Präparate:
3. Keratolytika: Diese Präparate, welche meist Salicylsäure enthalten, lösen die überschüssige Haut bzw. Hautschuppen ab. Bei leichten Verlaufsformen werden 3-5%ige und bei schwereren eher 10%ige Salicylsäure-Zubereitungen verwendet. Auf der behaarten Kopfhaut sollten  3%ige Salicylsäure-Präparate angewendet werden.
Präparate:               (10%)
4. Keratostatika: Der Wirkstoff Pyrithion-Zink hemmt die übermäßige Verhornung der Haut und zudem antibakterielle und antimykotische Eigenschaften.
Präparate:
5.Hydrocortison: Cremes  und Salben auf Hydrocortison-Basis wirken juckreizstillend, antientzündlich (antiphlogistisch) und dämpfen die Reaktion des Immunsystems. Die Anwendung sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen. Obwohl relativ schnell eine Besserung der Symptome erreicht wird, kommt es unter der Therapie mit Cortison häufig zu Rückfällen.
Frauen bis zum 3. Schwangerschaftsmonat und Kinder unter 6 Jahren sollten auf diesen Wirkstoff verzichten.
Präparate:
Zusatzhinweise:
Bäder mit hohem Salzgehalt (> 30%) und eine regelmäßige Hautpflege (auch in der symptomfreien Zeit) wirken sich positiv auf den Erkrankungsverlauf aus.
Bei den Pflegeprodukten sollte auf Duftstoffe und  Konservierungsmittel verzichtet und auf Rückrettung geachtet werden. Der Genuss von Alkohol sollte ebenso wie Stress bzw. Überarbeitung reduziert werden.
Vorsichtige Bürstenmassagen der Haut dienen der Entschuppung und wirken durchblutungsfördernd. Eine Lichttherapie (mit UV-Licht) kann ebenfalls zur besseren Heilung beitragen. Reisen in warme Länder (viel Sonne) verbessern das Hautbild und meist auch die Ausprägung der Schuppenflechte. Zink ist an der Wundheilung maßgeblich beteiligt, daher kann eine Zufuhr von Zink (z.B.                        ) ebenfalls das Hautbild verbessern. Bei ausgeprägtem entzündlichen Verlauf der Erkrankung, kann häufig                              Linderung verschaffen.
Darüber hinaus wird die Darmsanierung als alternative Therapiemöglichkeit angesehen, die sich durch ein Veränderung des Darm-Mikrobioms und damit verbundener Immunmodulation auszeichnet.
Als homöopathische Alternative kann                               oder                          in Erwägung gezogen werden.
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