Sehnenscheidenentzündung

Allgemein: 
Die Sehnenscheidenentzündung (auch Tendopathie oder Tendovaginitis) zeichnet sich
durch einen plötzlich auftretenden stechenden Schmerz aus. Dabei handelt es sich
um eine (meist nicht bakterielle) Entzündung der Sehnenscheiden und Sehnen. 
Das Beschwerdebild resultiert meist aus einer einseitigen und sich häufig
wiederholenden Bewegung und damit einhergehenden Überlastung.
Durch die regelmäßige Überbeanspruchung der Sehnenscheiden entstehen
Mikrotraumen, die schließlich die Entzündung auslösen. Dabei entsteht eine
Schwellung, die einen engeren Kontakt zwischen Sehnenscheide und Sehne herstellt,
sodass  der Entzündungsprozess verstärkt wird. 
Aufgrund der Tatsache, dass mittlerweile viele Tätigkeiten am PC ausgeführt werden, 
häufen sich die Beschwerden im Bereich des Unterarms. Die Symptome sind dabei mit dem Karpaltunnelsyndrom vergleichbar, das vornehmlich durch Kribbeln, Einschlafen der Finger und Schmerzen begleitet wird. Zu den besonders gefährdeten Berufsgruppen zählen Personen, die viel am PC arbeiten, Handwerker, Musiker und einige Sportler (Ruderer, Tennisspieler). Prinzipiell kann sich jede Sehnenscheide entzünden (z.B. Schulter oder Fuß)
Symptome:
Anfangs treten die Schmerzen nur bei Bewegung der Sehne und mit fortschreitender Erkrankung auch in Ruhe auf. Teilweise lässt sich die Reibung zwischen Sehne und Sehnenscheide wahrnehmen. Es tritt ein Druckschmerz auf. Darüber hinaus können vereinzelt Taubheitsgefühle des umliegenden Gewebes wahrgenommen werden. 
Wann zum Arzt?
Wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen andauern oder sich durch die Präparate der Selbstmedikation nicht ausreichend  reduzieren lassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Therapie:
1. Analgetika (Schmerzmittel): Diese Präparate reduzieren den Schmerz und wirken zudem antientzündlich (Ausnahme Paracetamol). Folgende Wirkstoffe werden bei diesem Beschwerdebild eingesetzt: Diclofenac, Ibuprofen, Ketoprofen, Indometacin, Naproxen und Paracetamol. Bei Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Schwangeren im 3. Trimenon oder der Einnahme von Blutgerinnungshemmern sollten diese Arzneimittel nicht angewendet werden (Ausnahme: Paracetamol).  Acetylsalicylsäure sollte zudem nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden. Paracetamol ist hingegen von Patienten mit Lebererkrankungen zu meiden. Diclofenac sollte wiederum von Patienten mit Herz- oder Gefäßerkrankungen vermieden werden.  
Der überwiegende Teil der Arzneimittel ist sowohl als Salbe/Creme oder Gel als auch in Tablettenform anwendbar. Strittig ist bislang ob der Arzneistoff bei der lokalen Anwendung in  tiefer gelegenes Gewebe eindringen kann. Als erste Therapieoption sollte die lokale Anwendung erfolgen, um den Körper nicht unnötig mit zu hohen Arzneimittelkonzentrationen zu überfluten. Wenn der Therapieversuch gescheitert ist, kann die orale Gabe der Analgetika erfolgen. Die Einnahme sollte ohne ärztliche Begutachtung nicht länger als 3 Tage erfolgen. Da Paracetamol nicht antientzündlich wirkt, sollte den anderen Präparaten der Vorzug gegeben werden, sofern keine Ausschlussgründe vorhanden sind.
Präparate:
2. Pflanzliche Antiphlogistika: Hierbei handelt es sich um pflanzliche Präparate, die sowohl entzündungshemmend als auch schmerzstillend wirken. Die Datenlage dieser pflanzlichen Arzneimittel ist mittlerweile sehr gut, sodass belegt werden konnte, dass  z.B. Teufelskrallenextrakt (Rivoltan®), Beinwellwurzelextrakt (Kytta) und Weidenrindenextrakt (Assalix®) vergleichbare Wirkstärken wie die chemischen Wirkstoffe haben oder diese durch zusätzliche entzündungshemmende Eigenschaften sinnvoll ergänzen. 
Präparate:
Zusatzhinweise:
Das entsprechende Gelenk sollte geschont und ggf. gekühlt werden. Stabilisierende Bandagen (z.B.              ) können hilfreich sein, um das Gelenk zu entlasten und ruhig zu stellen. Beim Karpaltunnelsyndrom ist das nächtliche Ruhigstellen des Handgelenks die einzige Möglichkeit zur Vermeidung eines chirurgischen Eingriffs. Umschläge mit essigsaurer Tonerde und antientzündlich wirksame Proteine (z.B.                       ) können zudem Linderung verschaffen und den Heilungsverlauf unterstützen.
Als homöopathische Therapiealternative eignen  sich                oder