Sonnenallergie

Allgemein: 
Die Bezeichnung der Sonnenallergie ist nicht ganz eindeutig und kann
deshalb zur Verwirrung führen. Zur Sonnenallergie zählen demnach die
polymorphe Lichtdermatose (PLD) und die Mallorca Akne (Acne aestivalis).
Bei der polymorphen Lichtdermatose kommt es nach Lichtexposition zu
Hautreaktionen (Juckreiz, Pusteln) der bestrahlten Hautareale.
Sie tritt meist mit dem Einsetzen der ersten Sonnenstrahlung und 
sonnenungewohnter Haut auf, verschwindet allerdings meist nach einigen
Wochen von selbst.
Die Mallorca Akne ist hingegen die Folge einer allergischen Reaktion der Haut, welche durch eine Reaktion zwischen UV-Licht und in Körperpflegeprodukten (z.B. Sonnenschutzcreme) enthaltenen Emulgatoren ausgelöst wird. Sie zeichnet sich durch pickelartige und juckende Knötchen im Bereich der entsprechenden Hautareale aus.
Symptome:
polymorphe Lichtdermatose: Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Pusteln, Pappeln) Stunden bis Tage nach der Lichtexposition, tritt meist mit dem Einsetzen der ersten Sonnenstrahlen auf, intraindividuelle Konstanz der Symptome
Mallorca Akne: Allergische Hautreaktionen (pickelartige, juckende Knötchen) auf Hautarealen, die mit fettigen Pflegeprodukten in Berührung kamen. 
Wann zum Arzt?
Bei sehr starken Beschwerden oder ungewöhnlichen Hautreaktionen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Sollten sich die Beschwerden durch die Präparate der Selbstmedikation nicht innerhalb von 2 Tagen reduzieren lassen oder länger als 14 Tage anhalten, ist ebenfalls ein Arztbesuch ratsam.
Therapie:
Die Therapieansätze reichen von der Reduktion der Sonnenexposition bis zur Behandlung der allergischen Reaktionen.
1. Sonnenschutzpräparate: Diese Präparate dienen der Reduktion der UV-Licht vermittelten Hautreaktionen. Dabei sollte auf einen ausreichenden UV-A und UV-B-Schutz geachtet werden. Für die Mallorca Akne eignen sich vornehmlich fett- und emulgatorfreie Gele. Bei Kindern und Säuglingen sollte hingegen eher zu Präparaten mit mineralischen Wirkstoffen gegriffen werden.
Präparate:
2. H1-Antihistaminika: Allergische Hautreaktionen entstehen häufig durch Histamin vermittelte Reaktionen des Immunsystems. Zur Behandlung dieser Beschwerden eignen sich Gele, die Antihistaminika enthalten. Diese Arzneimittel reduzieren den Juckreiz und die Überreaktion des Immunsystems. Die Wirkstärke ist etwas geringer als die der Hydrocortison-Zubereitungen. Bei stärkeren Beschwerden kann die Einnahme der Antihistaminika auch in Tablettenform erfolgen. 
Die Antihistaminika machen müde und können Allergietests verfälschen, sodass diese Medikamente vor einem Prick-Test (Allergietest) abgesetzt werden sollten (mindestens 3 Tage vorher).
Präparate: Gel :                                         Tabletten:
3. Hydrocortison: Cremes  und Salben auf Hydrocortison-Basis wirken juckreizstillend, antientzündlich (antiphlogistisch) und dämpfen die Reaktion des Immunsystems. Die Anwendung sollte in der Selbstmedikation kurzfristig erfolgen (1 Woche). Frauen bis zum 3. Schwangerschaftsmonat und Kinder unter 6 Jahren sollten auf diesen Wirkstoff verzichten
Präparate:
 
4. Lokalanästhetika: Bei starkem Juckreiz kann die Anwendung eines Lokalanästhetikums Linderung verschaffen. Diese Präparate wirken auf der entsprechenden Hautpartie betäubend und unterdrücken den Juckreiz. Die Wirkung beschränkt sich dabei lediglich auf das Symptom "Juckreiz" und behebt nicht die Ursache, weshalb die Anwendung nur bei starker Beeinträchtigung durch den Juckreiz empfehlenswert ist.
Präparate:
Zusatzhinweise:
Bei ausgeprägter Symptomatik sollte auf übermäßige Sonneneinstrahlung verzichtet werden.
Lichtundurchlässige Kleidung kann das Risiko unerwünschter Hautreaktion vermeiden. Die Haut sollte langsam an die Sonnenexposition gewöhnt werden (z.B. im Solarium). Sonnenschutzpräparate sollten stets frisch sein (jährlich neu !), um einen ausreichenden Sonnenschutz gewährleisten und Unverträglichkeiten aufgrund mikrobieller Belastungen vorbeugen zu können.
Zu den Orten mit besonders hohen UV-Einstrahlungsmengen zählen die Berge, Regionen am Meer und schneereiche Landschaften. 
Nach dem Sonnenbad sollte auf eine gründliche Entfernung der Sonnenschutzcremes geachtet werden. 
Häufig werden Calcium- oder Betacarotinpräparate zur Vorbeugung der Sonnenallergie empfohlen. Der protektive Effekt ist bislang allerdings noch nicht ausreichend belegt.
Die Symptome der polymorphen Lichtdermatose können hingegen durch Omega-3-Fettsäuren (z.B.                          ) reduziert werden.

© 2018  by Pharmoos

 

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