Ein-oder Durchschlafstörungen, kurzfristig ein Fall für die Selbstmedikation.


Der Schlaf ist für den Menschen überlebensnotwendig, da während der

Ruhephasen biologische und psychische Regenerationsprozesse ablaufen.

Dabei findet in den frühen Stunden des Schlafes (Kernschlaf) eher die

körperliche Erholung statt, während zum Schlafende psychische Regeneration

und Informationsverarbeitung erfolgen. Ferner ist der Schlaf in verschiedene

Schlafstadien (4 Stadien) eingeteilt. Wenn diese vier Phasen durchlaufen wurden,

werden sie durch die REM (Rapid Eye Movement)-Phase abgelöst, die durch

eine ausgeprägte Hirnaktivität gekennzeichnet und maßgeblich an der

Informationsverarbeitung beteiligt ist. Mit zunehmender Schlafdauer, nimmt ebenfalls der Anteil der REM-Phase zu, sodass sich dadurch die psychische Regeneration in den späteren Schlafstunden erklären lässt.

Zu beachten ist, dass der Schlafbedarf im Alter abnimmt und man sich nicht nur nach der Schlafdauer, sondern nach dem persönlichen Befinden richten sollte.

Schlafstörungen können prinzipiell in zwei Beschwerdekomplexe eingeteilt werden. Klinisch relevant werden die Beschwerden, wenn sie häufiger als 3 Mal wöchentlich auftreten.

Einschlafstörungen sind durch eine verlängerte Einschlafzeit (> 30 Minuten) gekennzeichnet.

Durchschlafstörungen liegen hingegen vor, wenn man vorzeitig (< 6 Stunden Schlafzeit) erwacht.

Die Ursachen für Schlafstörungen können vielfältig sein. Psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angsterkrankungen, Schizophrenie) können ebenso wie organische Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, chronische Schmerzen, Herz- bzw. Lungenerkrankungen, Durchblutungsstörungen des Gehirns) ursächlich für die Beschwerden sein. Allerdings haben Belastungssituationen (Überarbeitung, Tod eines Angehörigen), Stress, Schichtarbeit oder Umwelteinflüsse (z.B. schlechte Luft, zu warmes Klima) häufig ebenfalls einen Einfluss auf die Schlafqualität. Darüber hinaus fördern einige Arzneimittel die Entwicklung von Schlafstörungen (z.B. Koffein, trizyklische Antidepressiva, Theophyllin, Diuretika, Pseudoephedrin)

zur Therapie.

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