Ist die Rauchentwöhnung hart, weiß der Apotheker Rat !

Durch mehrere unabhängige Studien konnte bewiesen werden, dass das

Rauchen Krebs (u.a. von Lunge, Kehlkopf, Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre,

Bauchspeicheldrüse, Blase, Brust, Niere, Magen), kardiovaskuläre und

pulmonale (die Lunge betreffende) Erkrankungen fördert. Dabei kann schon

eine Zigarette das Risiko zur Entwicklung einer derartigen Erkrankung deutlich

erhöhen. Für die Entwicklung der Sucht ist

ausschließlich Nikotin verantwortlich, das jedoch keine krebsfördernden

Eigenschaften besitzt. In einer Zigarette sind jedoch über 70 weitere Stoffe

enthalten, die nachweislich eine kanzerogene (Krebs auslösende) Wirkung besitzen. Schon eine Zigarette täglich kann das Lungenkrebsrisiko um den Faktor 3 (Männer) - 5 (Frauen) erhöhen. Daher sollte der komplette Verzicht auf Zigaretten oberste Priorität haben. Allerdings kann in Ausnahmefällen auch die Reduktion des Zigarettenkonsums ein erstrebenswertes Ziel sein.

Wie wirkt Nikotin? Nikotin ist ein Alkaloid, das im Körper zu einer Aktivierung des Sympathikus führt. Das vegetative Nervensystem, kann grob in zwei funktionelle Einheiten gegliedert wird. Diese sind der Parasympathikus und Sympathikus. Der Parasympathikus ist eher für die Körperfunktionen in Ruhe verantwortlich, während der Sympathikus die Funktionen beispielsweise im akuten Bedrohungszustand reguliert.

Daher werden durch Nikotin folgende Reaktionen ausgelöst: Erhöhung der Herzfrequenz, leichte Erhöhung des Blutdrucks, verminderte Durchblutung des Magens (verringerte Pufferwirkung der Schleimhaut und erhöhtes Risiko für Magenschleimhautentzündungen), Erhöhung des Grundumsatzes (höherer Kalorienverbrauch), Verringerung des Appetits, erhöhte Dopamin- und Endorphinausschüttung (gesteigertes Glücksgefühl), gesteigerte Konzentrationsfähigkeit.

Einige dieser Effekte werden vom Raucher als äußerst angenehm empfunden und erhalten die "Sucht" aufrecht. Wie bei vielen anderen Suchterkrankungen, setzt mit der Zeit eine Gewöhnung ein, sodass mehr geraucht werden muss, um die gewünschten Effekte zu erreichen.

Beim Absetzen setzen meist jedoch gegenteilige Körperreaktionen ein (z.B. gesteigerter Appetit, Müdigkeit, depressive Verstimmungen), die jedoch nach 7-10 Tagen deutlich abnehmen.

Ab einem täglichen Zigarettenkonsum von 10 Zigaretten, sollten zur Entwöhnung Nikotinersatzpräparate eingesetzt werden.

Zur Selbstmedikation

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