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Prellung

Allgemein: 
Als Prellung (Kontusion) wird eine Schädigung von Organen oder Körperteilen durch
stumpfe Gewalteinwirkung bezeichnet. Dabei bleibt die äußere Haut meist unverletzt,
sodass keine offene Wunde entsteht. Das betroffene Organ oder der Körperteil schwillt 
jedoch meist aufgrund der umliegenden Gewebsschädigung an, wobei sich oft auch
ein Hämatom ausbildet.
Symptome:
Schwellung des betroffenen Areals, Schmerzen
Wann zum Arzt?
Großflächige Verletzungen v.a. im Bereich des Kopfes und Rumpfes sollten
dringend ärztlich untersucht werden. Wenn die Schädigung im Bereich eines
Gelenkes auftrat und daraus Bewegungseinschränkungen resultierten, ist
ebenfalls ein Arzt aufzusuchen. Patienten, die blutgerinnungshemmende
Medikamente (z.B. Marcumar) einnehmen, haben eine erhöhte Blutungsneigung
und sollten sich daher im Zweifel auch ärztlich untersuchen lassen.
Therapie:
Der Therapieansatz besteht in der Reduktion der Schwellung und der Schmerzen.
1. PECH-Schema: Als einprägsames Akronym (jeweils nur die Anfangsbuchstaben) hat sich das PECH-Schema zur Behandlung geschlossener Verletzungen des Bewegungsapparats etabliert.
Dabei steht das für Pause. Die aktuelle Tätigkeit soll beendet werden. Anschließend erfolgt die Kühlung
(E für Eis) der entsprechenden Körperstelle. Zudem wird die Kompression (C), mit leichtem Druck (z.B. Idealbinde) und das Hochlagern (H) der Extremität empfohlen, um ein übermäßiges Anschwellen zu vermeiden. 
Durch dieses Vorgehen kann der Heilungsverlauf deutlich verbessert werden.
2. Analgetika (Schmerzmittel): Diese Arzneimittel wirken schmerzstillend und reduzieren die auftretende Schwellung (Paracetamol hat kaum Einfluss auf die Schwellung).  Die Einnahme sollte in der Selbstmedikation nicht länger als 3 Tage erfolgen (auf Tabletten bezogen). Schmerzsalben können ebenfalls angewendet werden, haben bei tiefsitzenden und stärkeren Schmerzen allerdings meist keinen ausreichenden Effekt. Für die Selbstmedikation eignen sich vornehmlich Ibuprofen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure und Naproxen. Bei Schädigungen des Magen-Darm-Trakts oder asthmatischen Beschwerden sollten diese Arzneimittel nicht eingesetzt werden. Im letzten Trimenon der Schwangerschaft sollte auf diese Präparate ebenfalls verzichtet werden. Diclofenac ist außerdem möglichst von Personen mit Herzerkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen zu vermeiden. Acetylsalicylsäure ist hingegen für Kinder unter 12 Jahren ungeeignet. Diese vier Wirkstoffe können die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verstärken.
Paracetamol ist ebenfalls ein Schmerzmittel, weist diese Interaktionen jedoch nicht auf. Allerdings sollten Personen mit Leberschäden auf die Einnahme von Paracetamol verzichten.
Präparate:  Gele:                                    (Diclofenac)                                (Ibuprofen)
                     Tabletten:                      (Naproxen)                                (Diclofenac)  
                                             (Acetylsalicylsäure)
3. Heparin: Das Heparin fördert die Abheilung des Hämatoms durch eine lokale Hemmung der Blutgerinnung. Diese Präparate werden in  Form von Salben oder Gelen, in Dosierungen von 30.000 - 60.000 I.E. angewendet.
Präparate:
Zusatzhinweise:
Ältere Prellungen können durch Zufuhr von Wärme schneller abheilen, da die Wärme die Durchblutung und den Lymphabfluss fördert. Die Einnahme von proteolytischen Enzymen (z.B.                        ,                   ) soll sich positiv auf den Heilungsverlauf auswirken, da Mediatoren der Entzündungskaskade dadurch gehemmt werden (mehr Informationen)
Als pflanzliche Schmerzcremes können zudem                              und                                eingesetzt werden.
 
Wer eine homöopathische Behandlung bevorzugt, kann             in Form von Globuli oder Gelen/Salben in Erwägung ziehen.
                         und                              sind ebenfalls  gängige Therapiemöglichkeiten.
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