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Insektenstiche

Symptome:
Schwellung der Einstichstelle, Rötung, Juckreiz, Wärmeentwicklung
Wann zum Arzt?
Sollten sich über die Hautreaktion hinausgehende Symptome (Fieber, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Übelkeit, Schwindel) entwickeln, sind diese ärztlich abzuklären. Bei besonders großflächigen Hauterscheinungen oder einer Wanderung der Rötung (Erythema migrans) ist ebenfalls ein Arztbesuch nötig.
Therapie:

Der Therapieansatz besteht in einer Reduktion der allergischen Symptome und Behandlung des Juckreizes.

 

1. Lokale Hyperthermie: Relativ neu, aber effektiv ist die lokale Behandlung des Stiches oder Bisses mit Wärme. Durch eine kurzzeitige Wärmeeinwirkungen werden unerwünschte Proteine denaturiert (Wirkungsverlust), sodass diese keine bzw.  nur eine abgeschwächte Immunantwort hervorrufen können.

Präparate:

 

2. Kälte: Durch Kühlung (Kühlpads nicht direkt auf die Haut) des entsprechenden Bereichs können Juckreiz und Entzündungssymptome reduziert werden.  Essigsaure-Tonerde Umschläge wirken kühlend und leicht adstringierend (zusammenziehend)

Präparate:

 

3. H1-Antihistaminika: Allergische Hautreaktionen entstehen häufig durch Histamin vermittelte Reaktionen des Immunsystems. Zur Behandlung dieser Beschwerden eignen sich Gele, die Antihistaminika enthalten. Diese Arzneimittel reduzieren den Juckreiz und die Überreaktion des Immunsystems. Die Wirkstärke ist etwas geringer als die der Hydrocortison-Zubereitungen. Bei stärkeren Beschwerden oder beim Auftreten weiterer Symptome  

kann die Einnahme der Antihistaminika auch in Tablettenform erfolgen. Eine ärztliche Abklärung der Beschwerden ist allerdings ratsam. 

Antihistaminika machen müde und können Allergietests verfälschen, sodass diese Medikamente vor einem Prick-Test (Allergietest) abgesetzt werden sollten (mindestens 3 Tage vorher).

Präparate: Gel:

                 Tabletten:

 

4. Hydrocortison: Cremes  und Salben auf Hydrocortison-Basis wirken juckreizstillend, antientzündlich (antiphlogistisch) und dämpfen die Reaktion des Immunsystems. Die Anwendung sollte in der Selbstmedikation kurzfristig erfolgen (1 Woche). Frauen bis zum 3. Schwangerschaftsmonat und Kinder unter 6 Jahren sollten auf diesen Wirkstoff verzichten

Präparate: 

5. Lokalanästhetika: Bei starkem Juckreiz kann die Anwendung eines Lokalanästhetikums Linderung verschaffen. Diese Präparate wirken auf der entsprechenden Hautpartie betäubend und unterdrücken den Juckreiz. Die Wirkung beschränkt sich dabei lediglich auf das Symptom "Juckreiz" und behebt nicht die Ursache, weshalb die Anwendung nur bei starker Beeinträchtigung durch den Juckreiz empfehlenswert ist. Eine großflächige Anwendung sollte vermieden werden.

Präparate:

Zusatzhinweise:

Möglichst helle, lange und feste Kleidung anziehen, um Stiche zu vermeiden.  Zur Prophylaxe Repellenzien verwenden (siehe Insektenschutz).  Die Wirkdauer ätherischer Öle ist recht kurz und die Wirkstärke schwankt zwischen den Ölen sehr stark, weshalb die Auftragungsintervalle verkürzt oder eine Anwendung von Icaridin-haltigen Präparaten in Erwägung gezogen werden sollte. Die Wahl des Reppelenz sollte sich nach der Urlaubsregion richten. In tropischen Gebieten sind höhere Wirkstoffkonzentrationen erforderlich. Akustische Insektenabwehr oder Hals- bzw- Armbänder sind unwirksam.

Patienten, die bekannte Allergien gegen Bienen- und Wespenstiche haben, sollten immer ein Notfallset mitführen und im Fall des Stiches den Notarzt rufen. Bei diesen Patienten kann eine Hyposensibilisierungstherapie erwogen werden.

In besonders gefährdeten Gebieten ist die Mitnahme  eines mobilen Moskitonetzes äußerst sinnvoll.

Insekten werden durch diverse Gerüche angelockt (Parfüm, Schweiß, Fußgeruch), welche möglichst vermieden werden sollten. Orte mit hoher Insektendichte (z.B. Sümpfe, stehende Gewässer) sind zu umgehen.

Insektenstichpflaster (z.B.                                          ) können hingegen Linderung verschaffen.

Bei der Anwendung von Sonnenschutzmitteln, wird das Repellenz 15-20 Minuten nach dem Auftragen der Sonnencreme angewendet.

 

Zecken sollten durch entsprechende Zeckenzangen/karten entfernt werden. Die richtige Entfernung der Zecken erfolgt hautnah, langsam und kontrolliert. Anschließend sollte die Bissstelle desinfiziert werden .

Als homöopathische Alternative kann die Anwendung von               bei Bienen- oder Wespenstichen bzw.                  bei anderen Insektenstichen erwogen werden.

Allgemein:

Insektenstiche und –bisse können durch eine Vielzahl von Insekten verursacht werden und unangenehme Hautreaktionen hervorrufen.  Neben unerwünschten Hautreaktionen, können auch weitere Symptome (z.B.  Fieber, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Übelkeit, Schwindel) auftreten, die dann ärztlich abgeklärt werden sollten.

Besondere Vorsicht gilt in Risikogebieten (v.a. Tropen, Subtropen), da die dort lebenden Parasiten Überträger schwerwiegender Erkrankungen sind (z.B. Malaria, Gelb-  und  Denguefieber, etc.) Daher ist vor dem Reiseantritt eine entsprechende Impfberatung in der Apotheke oder beim Arzt vorzunehmen.

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