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Hypotonie

Symptome:
Antriebslosigkeit, Blässe, kalte Füße und Hände, Gangunsicherheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, geminderte Leistungsfähigkeit, Ohnmachtsanfälle, Ohrensausen
Wann zum Arzt?
Wenn im Zusammenhang mit dem erniedrigten Blutdruck oben genannte Symptome auftreten, ist dies ärztlich abzuklären. Da ein erniedrigter Blutdruck  bei Schwangeren, infolge einer hormonellen Umstellung, zu einer Minderversorgung der Plazenta führen kann, ist ebenfalls eine ärztliche Begutachtung ratsam.
Therapie:
Der Therapieansatz besteht in einer Stimulation des Herz-Kreislaufsystems.
1. Pflanzliche Antihypotonika: Die Kombination aus Campher und Weißdorn führt nachweislich zu einer Blutdruckerhöhung und Besserung der Symptomatik. Campher stimuliert das Kreislaufzentrum und Weißdorn unterstützt die Pumpleistung des Herzens.
Präparate:
2. α1-Sympathomimetika: Diese Präparate bewirken eine Verengung der Blutgefäße, wodurch der Blutdruck ebenfalls angehoben wird.
Um Schlafstörungen zu vermeiden, ist eine Einnahme nach 16 Uhr nicht mehr zu empfehlen.
Schwangere dürfen diese Präparate im 1. Trimenon nicht einnehmen. Die Einnahme ab dem 2. Trimenon sollte nur nach Absprache mit dem Arzt erfolgen. 
Präparate:
Zusatzhinweise:
Zur Vorbeugung von Blutdruckabfällen eignen sich Ausdauersportarten, Wechselduschen (abwechselnd kaltes und warmes Abduschen) und Kneippsche Anwendungen. Werden überwiegend sitzende Tätigkeiten ausgeführt, sollte man regelmäßig aufstehen oder zumindest die Wadenmuskulatur anspannen, um der Schwerkraft entgegenzuwirken.
Stützstrümpfe können diesen Effekt verstärken . Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter pro Tag, Ausnahme: Patienten mit Herzinsuffizienz, diese sollten im Normalfall nicht mehr als 2 Liter trinken). Alkohol sollte gemieden werden, da dieser einen erweiternden Effekt auf die Gefäße hat und dadurch den Blutdruck senken kann. 
Schnelle Lagewechsel vermeiden und lieber mit etwas mehr Ruhe in den Tag bringen, sodass unangenehme Kreislaufreaktionen vermieden werden.
Durch eine vitaminreiche und salzbetonte (nicht bei Herzinsuffizienz!) Ernährung können die Symptome ebenfalls gelindert werden. Bei stressbedingter Hypotonie eignen sich Entspannungstechniken z.B. Progressive Muskelrelaxation (PMR), durch gezieltes Anspannen der Muskulatur reduziert sich die Anspannung  und zudem hat die Muskelkontraktion einen positiven Einfluss auf das Beschwerdebild. In einem akuten Anfall sind die Beine hochzulagern und die Stabilisierung der Kreislauffunktion abzuwarten.
 
 
Wer eine homöopathische Alternative sucht, kann einen Therapieversuch mit                          oder                      starten.
Allgemein:
Als Hypotonie (niedriger Blutdruck) werden Blutdruckwerte von unter 100/60 mmHg bezeichnet. Die Behandlung ist im Gegensatz zur Hypertonie (Bluthochdruck) nur beim Auftreten zusätzlicher Beschwerden nötig. Der Großteil der Symptome wird durch eine geringe Minderdurchblutung verursacht. Die Einteilung erfolgt in primäre und sekundäre Hypotonie. Primäre Hypotonie bezeichnet das Symptombild bei jungen schlanken Mädchen, sehr dünnen älteren Menschen, Schwangeren, Patienten mit Essstörungen und sonstige Patienten, bei denen die Ursache unbekannt (idiopathisch) ist. 
Tritt die Hypotonie jedoch als Folge einer anderen Erkrankung  (z.B. Herzkreislauferkrankungen, Herzinsuffizienz, Schilddrüsenunterfunktion, Flüssigkeitsverlust) oder einer Arzneimitteleinnahme (z.B. Blutdrucksenker,  Diuretika, Morphin-haltiger Schmerzmittel, Antidepressiva, Benzodiazepine etc.) auf, wird sie als sekundäre Hypotonie bezeichnet. 
Wenn es zu Blutdruckschwankungen infolge eines Lagewechsels (zügiges Aufstehen, Übergang vom Liegen zum Stehen) kommt, wird dies als orthostatische Hypotonie bezeichnet.  Aktuell wird diskutiert ob ein erniedrigter Blutdruck evtl. negative Einflüsse auf das Herz-Kreislaufsystem hat. Bislang konnten derartige Effekte allerdings nicht eindeutig bestätigt werden.
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