Hämorrhoiden

Symptome:
Juckreiz, Nässen, dumpfer Druck und Schmerzen  im Analbereich, knotige Ausstülpungen aus dem After, blutiger Stuhl (hellrotes, frisches Blut) -> Achtung wenn der Stuhl schwarz bzw. unnormal dunkel gefärbt ist (Teerstuhl) kann dies ein Anzeichen für eine Blutung im oberen Teil des Magen-Darm-Traktes (Magen Zwölffingerdarm) sein. Da die Nahrung allerdings einen großen Einfluss auf die Stuhlfarbe hat, kann eine ungewöhnliche Färbung auch auf bestimmte Lebensmittel zurückzuführen sein. Trotzdem bitte im Zweifel einen Arzt kontaktieren.
Wann zum Arzt?
Treten die Symptome zum ersten Mal auf, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt v.a. dann, wenn es zu Blutbeimengungen kommt. Wenn Hämorrhoiden schon einmal zuvor diagnostiziert worden sind, ist die Selbstdiagnose meist sehr präzise, wobei die jährliche Begutachtung des Arztes jedoch empfehlenswert ist. 
Bei tief schwarz gefärbten Stühlen (Ausnahme: Einnahme vom Medizinischer Kohle) sollte ebenfalls eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Therapie:
Der Therapieansatz besteht in einer Reduktion der Schmerzen bzw. des Juckreizes und Verhinderung einer fortschreitenden Entzündung.
1. Lokalanästhetika: Zur Reduktion des Juckreizes und der Schmerzen werden diese Arzneimittel 3x täglich angewendet (in Form von Salben oder Suppositorien/Zäpfchen). Sie wirken lokal betäubend und sollten möglichst vor dem Schlafengehen oder nach dem Stuhlgang angewendet werden.
Präparate:
2. Lokalwirksame Antiphlogistika: Diese Präparate wirken entzündungshemmend und führen zu einer leichten Verkleinerung der Hämorrhoiden aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe.  Dadurch wird eine weitere Entzündung verhindert. Daher sind diese Präparate auch zur Nachsorge, also im Anschluss an die akute Symptomatik geeignet.
Präparate:                                                                                                                   (Anwendung als Sitzbad)
Zusatzhinweise:
Auf ausreichende Analhygiene ist zu achten, um einer Entzündung vorzubeugen. Hierfür eignen sich weiches Toilettenpapier und feuchte Tücher.
Eine Erweichung des Stuhls durch ausreichende Bewegung und Ballaststoffe (siehe Verstopfung) ist ratsam, um den Abgang des Stuhls zu erleichtern, die Schleimhaut bzw. die Hämorrhoiden weniger stark zu reizen und folglich die Abheilung zu fördern. Diese Maßnahmen dienen ebenfalls zur Vorbeugung von Analfissuren. Übergewicht und vorwiegend sitzende Tätigkeiten fördern die Entwicklung des Hämorrhoidalleidens. Daher dienen ausreichende Bewegung und Gewichtsreduktion der Vorbeugung.
Allgemein:
Hämorrhoiden sind arteriovenöse Gefäßpolster im Bereich des Analkanals und tragen zur Feinkontinenz bei. Aufgrund einer Bindegewebsschwäche, starker Druckausübung beim Stuhlgang oder langen Toilettensitzungen, kann es zur Vergrößerung dieses Gefäßpolsters und folglich zum typischen Hämorrhoidalleiden kommen. Übergewicht und vorwiegend sitzende Tätigkeiten erhöhen das Risiko, entsprechende Symptome zu entwickeln. Abhängig von der Größe der Hämorrhoiden und der Ausprägung der Symptome, wird das Hämorrhoidalleiden in 4 Schweregrade eingeteilt. Ab dem Schweregrad 3 müssen die Hämorrhoiden vom Patienten per Hand in den Analkanal gedrückt werden. Mit Beginn des Stadium 3 ist eine operative Maßnahme meist unumgänglich.
Eine häufige Begleiterscheinung sind Blutspuren im Stuhl und am Toilettenpapier (frisches hellrotes Blut). Dies kann allerdings auch durch eine Analfissur (Schleimhauteinriss des Afters) bedingt sein. Jene Analfissuren treten v.a. bei sehr hartem und trockenem Stuhl auf.
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