Bindehautentzündung

 
Symptome: 
Nicht infektiöse Konjunktivitis: Rotes Auge, Lichtscheu, Augenbrennen, starker Tränenfluss und Fremdkörpergefühl.
 
Allergische Konjunktivitis: Juckendes Auge, starker Tränenfluss, Niesreiz oder Fließschnupfen. Häufig saisonal auftretende Beschwerden.
 
 
 
Wann zum Arzt ?:  
Bei häufig auftretenden Beschwerden, in Verbindung mit Verschlechterung des Sehvermögens oder starken Schmerzen sollte der Arzt kontaktiert werden.
Auch bei Einblutungen, eitrigem Ausfluss, Verletzungen des Auges, sowie einer Linsentrübung ist der Arztbesuch zwingend erforderlich.
 
 
 
Therapie: 
A) Nicht infektiöse Konjunktivits
 
1. Tränenersatzflüssigkeiten: Dabei handelt es sich um spezielle Flüssigkeiten, die direkt an die Erfordernisse des Auges angepasst sind. Diese Flüssigkeiten können in Form von Augentropfen, -sprays oder -gele eingesetzt werden. Sie Spülen kleine Partikel aus und befeuchten das Auge, sodass die Reizung des Auges deutlich gemildert wird. Bei der Auswahl des Präparates sollte möglichst auf die Abwesenheit von Konservierungsstoffen geachtet werden.
Präparate:
 
2. Augenspüllösungen: Hierbei handelt es sich um isotonische Kochsalzlösungen, die an die Erfordernisse des Auges angepasst sind. Sie dienen v.a. zur Spülung des Auges und können bei starker z.B. Staubbelastung eingesetzt werden.
Präparate:
3. Vasokonstringenzien: Diese Präparate führen zu einer Verengung der Blutgefäße (Verblassung der Bindehaut) und einer Abschwellung der Bindehaut. Diese Präparate sorgen kurzfristig für einen besseren Tränenabfluss. Bei trockenem Auge, Engwinkelglaukom und sehr hohen Blutdrücken (Hypertonie) sollten sie nicht angewendet werden
Präparate:
B) Allergische Konjunktivitis
 
1. Tränenersatzflüssigkeiten: Dabei handelt es sich um spezielle Flüssigkeiten, die direkt an die Erfordernisse des Auges angepasst sind. Diese Flüssigkeiten können in Form von Augentropfen, -sprays oder -gele eingesetzt werden. Sie Spülen kleine Partikel aus und befeuchten das Auge, sodass die Reizung des Auges deutlich gemildert wird. Bei der Auswahl des Präparates sollte möglichst auf die Abwesenheit von Konservierungsstoffen geachtet werden.
Präparate:
2. Antihistaminika: Diese Präparate unterdrücken Histamin vermittelte, allergische Reaktionen. Sie können in Form von Augentropfen oder als Tablette eingenommen werden. Sofern die Beschwerden sich auf die Augen beschränken, sind die Augentropfen zu bevorzugen. Im Gegensatz zu den Mastzellstabilisatoren haben die Antihistaminika eine Sofortwirkung und können somit im Akutfall eingesetzt werden.
Präparate:
3. Mastzellstabilisatoren: Mastzellen sind Zellen des angeborenen Immunsystems und schütten bei Allergenkontakt Histamin aus. Durch regelmäßige Anwendung der Mastzellstabilisatoren wird diese Reaktion unterbunden. Da die volle Wirkung nicht sofort einsetzt , ist eine regelmäßige Anwendung nötig. Nach 7-14 Tage tritt die maximale Wirkung ein. Deshalb sollten diese Präparate möglichst 2 Wochen vor Beginn und bis zum Ende der Allergiesaison eingenommen werden. Dementsprechend dienen diese Präparate eher zur Vorbeugung einer allergischen Reaktion und sind für den Akutfall ungeeignet.
Präparate:
4. VasokonstringenzienSollte die Wirkung der Antiallergika in der Akuttherapie nicht ausreichen, kann begleitend für max. 5 Tage ein Vasokonstringens gegeben werden, um die Beschwerden zusätzlich zu lindern.
Präparate:
5. Thermalspray: 
Zusatzhinweise:
A) Nicht infektiöse Konjunktivitis: 
Lange Bildschirmarbeit vermeiden, Pausen bei der Arbeit einlegen, eher die Brille statt der Kontaktlinsen verwenden, kühle Kompressen für die Augen, Dexpanthenol-haltige Salben zur Pflege und Unterstützung der Heilung, ein hohe Lichtempfindlichkeit kann ein Anzeichen eines Vitamin-A-Mangels sein (ggf. Arzt kontaktieren).
 
Wer eine homöopatische Alternative sucht kann die Konjunktivitis  mit                                           behandeln
B) Allergische Konjunktivitis:
Allergene vermeiden, Waschen der Haare, Kleidung und des Körpers reduziert die Allergenkonzentration, Thermalsprays können die Allergenkonzentration im Gesicht reduzieren.
Wer eine homöopatische Alternative sucht kann die Konjunktivitis  mit                                           behandeln.
 
Allgemein: 
Es gibt verschiedene Formen von Bindehautentzündungen. Für die Selbstmedikation sind allerdings nur die nicht infektiöse und die allergische Bindehautentzündung geeignet. Sollte der Verdacht auf eine infektiöse Bindehautentzündung bestehen, ist immer zwingend ein Arzt aufzusuchen. Das Leitsymptom der nicht infektiösen Konjunktivitis (Bindehautentzündung) ist ein gerötetes Auge. Dazu kommen Lichtscheu, ein Fremdkörpergefühl im Auge und häufig starker Tränenfluss. Ausgelöst wird eine nicht infektiöse Konjunktivitis durch kalten Wind, UV-Strahlung, Chlorwasser, Rauch und Staub.
Die allergische Bindehautentzündung zeichnet sich durch ein juckendes Auge, starken Tränenfluss, Bindehautrötung oder -schwellung meist in Kombination mit einem Fließschnupfen, Niesreiz oder allergischen Hautveränderungen aus.
Zu den auslösenden Allergenen zählen u.a. Gräser- und Baumpollen, Hausstaubmilben und Kosmetika.
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